UNION 1861 Schönebeck e. V.
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Kunstraseneröffnung im Sportforum

Was lange währt, wird endlich gut. Am 30. Oktober 2019 wurde der neue Kunstrasenplatz von Union 1861 Schönebeck im Sportforum an der Barbarastraße eingeweiht. „Ich habe so lange für den Platz gekämpft. Ich bin wirklich der glücklichste Mensch auf der Welt, weil es endlich geklappt hat“, sagte Unions Präsident Wolfgang Rüchardt bei der Veranstaltung. „Alle haben mich ausgelacht, weil ich an dem Einweihungstermin festgehalten habe. Aber es hat geklappt.“

Am Ende hat es keine drei Monate gedauert, bis der neue Kunstrasenplatz fertig errichtet war. Das größte Problem war mal wieder das liebe Geld. „Es hat lange gedauert, bis die Finanzierung stand“, sagte Frank Rüchardt. Rund 850.000 Euro hat der neue Platz gekostet. 450.000 Euro hat das Land übernommen, 50.000 Euro kommen von Lotto-Totto und 12.000 Euro musste der Verein selbst stemmen. Bleiben immer noch knapp 340.000 Euro, die die Stadt Schönebeck übernommen hat. „Mit dem Kunst-rasenplatz und der Fusion hat Union Schönebeck zwei große Aufgaben erledigt“, sagte Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU).

Traditionsmannschaft gegen Wirtchaft und Politik

Der größte Batzen kam allerdings vom Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt. „Das Geld ist gut angelegt. Ein Sportplatz, an dem Freunde zusammenkommen, ist schließlich auch ein Stück Heimat“, sagte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU).

Der Bau des Platzes war nach Angaben von Unions Präsident Frank Rüchardt dringend notwendig. „Auf dem alten Schotterplatz konnte man im Herbst und Winter kaum noch trainieren“, sagte er. Nach Regen oder Schnee war auf dem alten Platz kein Durchkommen mehr. Und ein weiterer Rasenplatz wie im Stadion nebenan, auf dem die Punktspiele ausgetragen werden, wäre zu aufwendig in der Pflege. Der neue Kunstrasenplatz wird daher vor allem zwischen Oktober und März zum Training genutzt. Im Sommer wird auf Rasenplätzen gespielt. Und wenn der Rasenplatz im Stadion in der kalten Jahreszeit unbespielbar ist, können die Punktspiele auf den Kunstrasenplatz verlegt werden.

Bei Union Schönebeck spielen rund 450 Mitglieder in 16 Mannschaften Fußball, wie Vereinspräsident Rüchardt mitteilte. Insgesamt ist Union Schönebeck nach der Fusion des SSV und des SC mit 2000 Mitgliedern der größte Sportverein im Salzlandkreis.

DDR-Legenden bei Einweihung

Zur Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes traten am Mittwoch auch gleich zwei besondere Mannschaften gegeneinander an: Eine Traditionsmannschaft aus ehemaligen Fußballspielern und einer Elf, die aus Vertretern aus Politik und Wirtschaft bestand. Auch Schönebecks Oberbürgermeister Knoblauch und Innenminister Stahlknecht standen dabei auf dem Platz.

Und kann Union mit den neuen Trainingsbedingungen jetzt in der Landesliga Nord richtig durchstarten? „Naja, das müssen wir abwarten“, sagte Präsident Frank Rüchardt. Immerhin läuft der Ball auf einem Kunstrasenplatz schneller, gerade und richtig rund. Derzeit befindet sich die erste Mannschaft auf dem fünften Platz der Landesliga.

Ein bisschen mehr Ehrgeiz würde sich der ehemalige Schönebecker und DDR-Fußballlegende Wolfgang Steinbach wünschen, der bei der Einweihung dabei war. „So ein toller Verein wie Union sollte eigentlich in der Oberliga oder Regionalliga spielen“, sagte der 65-Jährige, der in den 1960er Jahren bei Chemie Schönebeck gespielt hatte und dann zum 1. FC Magdeburg gewechselt war. Und bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau hatte er mit dem DDR-Team die Goldmedaille gewonnen. Mittlerweile lebt er in Niedersachsen und trainiert den BV Cloppenburg in der Landesliga. In Schönebeck war Steinbach allerdings schon eine Weile nicht mehr. „Ich habe erst heute von der Fusion erfahren“, räumte er ein. Sein Traum: „Union sollte eine Kooperation mit dem 1. FC Magdeburg eingehen.“

Weiterer Stargast bei der Eröffnungsfeier war der DDR-Fußballer Peter Ducke, der in den 1950er Jahren bei Motor Schönebeck gespielt hatte. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München holte er mit der DDR-Mannschaft Bronze. „Ich habe in Schönebeck lesen, schreiben und Fußball spielen gelernt. Ich war dabei zwar nicht immer der Beste, aber ich habe hart gearbeitet und mich durchgebissen“, erzählte der 78-Jährige, der schließlich zum FC Carl Zeiss Jena gewechselt war. Von einem neuen Kunstrasenplatz, wie ihn Union nun bekommen hat, konnten die beiden DDR-Fußballer damals allerdings nicht mal träumen.

 


Wahlversammlung am 10. Oktober 2019

Am vergangenen Donnerstag fand die Delegiertenversammlung zur Wahl eines neuen Präsidiums und einer Neufassung der Vereinssatzung statt. Von 131 mögliche Delegierten aus den Abteilungen fanden 127 Vereinsmitglieder den Weg in den Saal des Vereinsheims im Sportforum an der Barbarastraße.

 

Nach den Rechenschaftsberichten des Präsdiums und der Kassenprüfer wurde nach einer Diskussionsrunde das geschäftsführende Präsidium entlastet. Vor dem Beschluss einer neuen Satzung wurde über die in der Diskussion vorgeschlagenen Änderungswünsche abgestimmt.

 

Änderungsantrag 1 - Delegiertenschlüssel von 1:20 auf 1:30 für alle Mitglieder
Abstimmung: Dafür: 41, Dagegen: 86
Änderungsantrag 1 abgelehnt

 

Änderungsantrag 2 - Vergrößerung des Präsidiums auf 5 Mitglieder
Abstimmung: Dafür: 17, Dagegen: 110        
Änderungsantrag 2 abgelehnt

 

Über die neue Satzung wurde anschließend abgestimmt.

 

Antrag 1 – Neue Satzung gemäß Vorschlag des Präsidiums
Abstimmung:    Dafür: 118, Dagegen: 9        
Beschluss: Antrag 1 angenommen

 

Die neue Satzung wird in der kommenden Tagen hier auf der Homepage eingeplegt.

 

Zur Wahl der neuen Kassenprüfer, des Ehrenausschusses und des neuen Präsidiums wurde als Wahlleiter der vorgeschlagene Dr. Andreas Kalusche einstimmig gewählt. Er berief anschließend Sportfreund Otfried Zerfass zum Wahlhelfer.

 

Die Blockwahl der Kassenprüfer wurde entsprechend des Vorschlags einstimmig angenommen. Heike von Mackrodt, Gudrun Lucke und Frank Blischke sind damit im Amt.

 

Der Wahlvorschlag des Präsidiums für den Ehrenauschuss wurde mit lediglich einer Gegenstimme angemommen. Axel Mundt, Marcus Baudisch, Reinhard Stolz und Werner Herrler nehmen allesamt die Wahl an.

 

Nun Stand die Wahl des neuen Vereinspräsidiums auf dem Plan. Der Wahlvorschlag für Frank Rüchardt als Vereinspräsident wurde einstimmig angenommen. Auch der Vorschlag des Wahlblocks bestehend aus den Vizepräsidenten Frank Wedekind, Uwe Scholz und Steffen Behm wurde ohne Gegenstimme angenommen. Wir gratulieren dem neuen Präsidium, dem Ehrenausschuss und den Kassenprüfern zur Wahl und wünschen in der anstehenden Amtszeit gutes gelingen im größten Sportverein des Landkreises.

Das neue Präsidium um Vizepräsident Steffen Behm, Präsident Frank Rüchardt und Vizepräsident Frank Wedekind. (Nicht auf dem Foto: Vizepräsident Uwe Scholz)

 

Als erste Amtshandlung verlieh Präsident Frank Rüchardt seinem langjährigen Amtskollegen Frank Wedekind die silberne Ehrennadel des Landessportbundes. Zur Verwunderung aller Anwesenden hat Frank Wedekind trotz jahrezehntelangem Engagement im Sport der Stadt Schönebeck, des Landkreises und des Bundeslandes bisher keine Auszeichnung vom Dachverband erhalten. Die silberne Ehrennadel ist zugleich die höchste Erstauszeichnung, die ein Funktionär erhalten kann. An dieser Stelle möchte sich der Verein bei Frank Wedekind erneut für sein Ehrenamt bedanken.

 

Dazu wurden die Sportfreunde Holger Fettke, Marion Weber, Michael Weber, Kathrin Behm, Winfried Zenker, Volker Bischoff und Peer Fitzner für ihre besonderen Leistungen und die langjährige Tätigkeit im Verein geehrt.

 

Zum Schluss der Delegiertenversammlung erhielten alle Abteilungsleiter vom Präsidium ein Willkommensgeschenk


Spatenstich für Schönebecks ersten Kunstrasen

Ein historischer Meilenstein für den Schönebecker Fußball. Nach jahrzentelangen Bemühungen wurde mit der Fusion des Schönebecker SC mit dem Schönebecker SV ein Kunstrasenplatz in einem der beiden Stadien immer wahrscheinlicher. Für den Fußballsport wird ein Kunstrastenplatz, gerade im Jugendbereich und auf Landesebene, seit Jahren als Mindestvorraussetzung für einen optimalen und ganzjährigen Spiel- und Trainingsbetrieb angesehen. In den nassen Herbstmonaten, aber auch an milden Wintertagen, würden Training und Pflichtspiele den Naturrasen zu stark beanspruchen und womöglich sogar langfristig schädigen. Für die 13 Juniorenmannschaften und 6 Seniorenmannschaften steht zudem ein zusätzliches Spielfeld für den Regelbetrieb zur Verfügung.

Nun ist es endlich soweit. Im Sportforum Barbarastraße war heute Spatenstich zum neuen Bauprojekt. Oberbürgermeister Bert Knoblauch hub im Mittelkreis mit dem Bagger gekonnt die erste Fuhre vom alten Untergrund aus.

Schon in der nächsten Woche ist der richtige Baubeginn. Am Montag starten die Abrissarbeiten an der Umrandung. Bis zum 30. Oktober sollen die Bauarbeiten vollständig abgeschlossen sein.

Neben dem eigentlichen Spielfeld wird zudem die Flutlichtanlage erneuert und die Umrandung von Grund auf modernisiert.

Eine geplante EU-Verordnung zum Verbot von Kunststoffgranulat betrifft unseren Kunstrasen nicht. Als Füllstoff wurde von Planungsbeginn an statt Gummifüllung ein Kork-Sand-Gemisch bevorzugt.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sind auf 845 000 Euro. Diese Summe teilen sich das Land Sachsen-Anhalt (445.400 Euro), die Stadt Schönebeck (336.000 Euro), Lotto-Toto (52.000 Euro) und Union 1861 Schönebeck (11.600 Euro).